Kati Küppers und der liegende Holländer

Nein – der „liegende“ Holländer ist kein Schreibfehler. Er hat auch einen Namen: Pim van Vlanderen. Und eine Küsterin als Detektivin ist so gewöhnlich auch nicht. Aber es gibt sie – Küster oder Küsterin – tatsächlich, wie die in dieser Zeitschrift abgedruckte Meldung aus dem Münchner Merkur zeigt. Und viele Kolleg*innen könnten ein Lied davon singen, wie sie finsteren Gestalten das Handwerk gelegt haben.

Nun ist Kati Küppers nur eine fiktive Gestalt, sie hat kein lebendes Vorbild, ein literarisches erst recht nicht. Aber das Umfeld, in dem sie recherchiert, ist real. In diesem Krimi ist es das Grenzgebiet zwischen Niederrhein und Holland. Und ein spezifisches Problem dieser Gegend ist der Drogenschmuggel. Und da sieht sich Kati Küppers, die gerade in der schönen Glockenstadt Gescher Urlaub macht, urplötzlich mit konfrontiert. Es soll nicht verschwiegen werden, dass sie manchmal auf die falsche Fährte setzt. Wie aber alle Beteiligten, besser gesagt: fast alle Beteiligten, am Schluss noch ein Happy End feiern können, das wird in einer herzerfrischenden Art erzählt. Dabei stimmt sowohl die Milieuschilderung wie die Milieusprache, ob es deutsche Umgangssprache, Holländisch oder auch Jugendsprache ist.
Ein Krimi – nicht nur für Küster*innen, sondern auch für Alle, die Abgründen im katholisch-kleinstädtischen Milieu bzw. was sie dafür halten, auf die Spur kommen wollen.


Barbara Steuten:
Kati Küppers und der liegende Holländer
Edition Oberkassell Düsseldorf
Paperback 234 Seiten; 12,00 Euro