Keiner schiebt uns weg

Immer noch verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 21% weniger als Männer.Das hat unterschiedliche Gründe: „Typische Frauenberufe“ werden schlechter bezahlt als „typische Männerberufe“. Frauen arbeiten seltener in Führungspositionen und -  vor allem nach der „Familienpause“ häufiger in Teilzeit oder in Minijobs.
Ein ganz wesentlicher Grund: Frauen tun sich oft deutlich schwerer damit, über die Höhe ihres Gehalts zu verhandeln.

Genau das war unser Thema zum diesjährigen Equal Pay Day.
Wir, das sind der Bund der Katholischen deutschen Jugend (BDKJ), die Katholische Arbeiterbewegung (KAB), die Katholische Frauengemeinschaft (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und der ZKD, 5 katholische Verbände in Köln, die jedes Jahr ein Zeichen setzen für Lohngleichheit und Lohngerechtigkeit für Frauen.

Alles war so gut vorbereitet, zuerst ein Film, „Keiner schiebt uns weg“,der spannend und  mit viel Humor zeigt ,wie schon 1981 die in einem Fotounternehmen beschäftigten Frauen für sich die gleiche Bezahlung erkämpfen wie ihre männlichen Kollegen, und der deutlich macht,was Frauen erreichen können,wenn sie sich aktiv für ihre Forderungen nach Lohngerechtigkeit einsetzen.
Dazu hatten wir eine Zeitzeugin eingeladen, die damals aktiv mit dabei  war und in der anschließenden Diskussion darüber berichten wollte.
Termin war der 12. März.
Leider machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung: Einen Tag vorher sagte die Zeitzeugin, Frau Kaiser ab, auch die Anzahl der Teilnehmer war auf Grund der Krise überschaubar, viel weniger,als wir gehofft hatten.
Aber diese kleine Runde diskutierte dafür um so engagierter. Das Ganze ist zwar, wie zwei junge Teilnehmerinnen feststellten ein „allgemeines gesellschaftliches“ Problem, aber es wird auch in Zukunft in erster Linie Sache der Frauen selbst sein, für weitere Fortschritte bei Lohngleichheit und Lohngerechtigkeit zu streiten.

Gisela Kierdorf