Nachrichten aus dem ZKD

„Verbundleitung“ im Bistum Münster

Entlastung für die Träger; Herabgruppierung für die LeiterInnen

Die Träger der Tageseinrichtungen von durch Fusionen und Zusammenschlüssen bedingter zusätzlicher Verwaltungsarbeit zu entlasten - eine gute Idee.

Das sollte aber dann auch aus Mitteln der Träger finanziert werden und nicht durch Herabgruppierung der Leitungen.

Für die betroffenen "Einrichtungsleitungen" stellt die - leider - nach KiBiz mögliche Leitung von bis zu fünf Tageseinrichtungen, so wie sie im Bistum Münster eingeführt wird, keineswegs eine Entlastung, sondern Belastung und Bevormundung dar, die diese LeiterInnen auch noch durch eine niedrigere Eingruppierung mitfinanzieren sollen.

Damit eine Mitfinanzierung aus den KiBizpauschalen möglich ist, werden der "Verbundleitung" einfach auch "pädagogische" Aufgaben zugeordnet, deren Erfüllung nur bei ständiger Anwesenheit in der betreffenden Einrichtung zu leisten ist. LeiterInnen werden Erfüllungsgehilften degradiert, wenn sie zu Vorstellungen und Vorgaben der "Verbundleitung" z.B. bei der pädagogischen Konzeption, zwar Stellung nehmen dürfen, aber sich der Entscheidung der "Verbundleitung", ganz gleich, wie sie ausfällt, beugen müssen.

Wir können allen Betroffenen, vor allem den unkündbaren, nur raten, den Abänderungsverträgen nicht zuzustimmen, die Schlichtungsstelle anzurufen und/oder zu klagen. Als ZKD-Mitglied erhalten Sie Rat und Unterstützung von unserem Verband!

Man kann nur hoffen, dass mit der nächsten KiBiz-Revision diese Regelung (1 Leitung für fünf Tageseinrichtungen) aus dem Gesetz verschwindet.

Lesen Sie auch unseren Beitrag: So läuft's im Bistum Münster, neue Leitungsstrukturen im Erziehungsbereich.