Nachrichten aus dem ZKD

Praxisintegrierte Ausbildung

Praxisintegrierte Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin/zum Staatlich anerkannten Erzieher an Fachschulen für Sozialpädagogik in NRW (PIA)
Diese Ausbildung wird in einigen Bundesländern praktiziert und wird jetzt zunehmend an den Fachschulen für Sozialpädagogik in NRW angeboten. Dieses attraktive Modell bietet Trägern folgendes:
* Geeignete Personen können selbst ausgewählt werden;
* Praktikant(inn) en können während der dreijährigen Ausbildungszeit intensiv begleitet werden und auf die Bedarfe der Einrichtung hin orientiert werden;
* Träger können Praktikant(inn)en frühzeitig an sich binden
Die Kath. Fachschule für Sozialpädagogik "Am Krieler Dom" Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bietet dieses Modell neben der klassischen Ausbildungsform ab Sommer 2013 an. Träger von Einrichtungen, die an dieser Ausbildungsform interessiert sind,  können sich bei der Schule melden und werden als Ausbildungsstätte registriert.

 

PIA dauert drei Jahre, in denen fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungszeiten miteinander verzahnt werden. Das Berufspraktikum ist dabei integriert. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen katholisch sein.
Der Praktikantenvertrag wird mit dem Träger der Kita geschlossen und wie folgt vergütet:
* Im ersten Jahr 750 € monatlich;
* Im zweiten Jahr 800 € monatlich und
* Im dritten Jahr 850 € monatlich
Die Finanzierung erfolgt über die Kindpauschalen.  Der Einsatz der Auszubildenden kann zusätzlich zu einer Berufspraktikantin erfolgen, die ebenfalls aus der Kindpauschale finanziert wird.
Für die gesamte Dauer der Ausbildung gilt das Fachschulverhältnis; d.h., dass die Gesamtverantwortung sowohl für den fachtheoretischen als auch für den fachpraktischen  Ausbildungsteil bei der Fachschule liegt.
Ich denke, dass dieses Ausbildungsmodell für unsere Kitas attraktiv ist, da wir vor Ort steuern können, was an fachpraktischem und fachtheoretischem Wissen erforderlich ist und dies in die Schulen spiegeln können. Partizipation und Synergieeffekte bekommen einen anderen, weitaus höheren Stellenwert als den in der bisherigen klassischen Ausbildung.
Geklärt werden müsste noch, ob Kitas auch dann ausbilden könne, wenn die Kindpauschalen weder für PIA noch für das Berufspraktikum auskömmlich sind. Wird die Ausbildung dann über das Erzbistum finanziert?
Ebenfalls der Klärung bedarf die Tatsache, dass Bewerberinnen oder Bewerber am Erzbischöflichen Berufskolleg "Krieler Dom" angenommen und an Träger weitvermittelt werden, obwohl sie nicht katholisch sind. Das führt zu Irritation bei den Bewerbern und zu Frust in den Kitas.
Helga Tillmann

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