Nachrichten aus dem ZKD

So läuft's in Münster

Neue Leitungsstrukturen im Erziehungsbereich

Stellen Sie sich vor: Ihr Pfarrer ist überarbeitet, überarbeitet durch die überbordende Verwaltungsarbeit, insbesondere
hinsichtlich der vielen Kitas, um die er sich nach der jüngsten Pfarreienzusammenlegung kümmern muss. Er klagt
dem Generalvikariat sein Leid.

 

Das Generalvikariat in seiner Weisheit hat natürlich ein Einsehen und setzt eine „Verbundleitung“ ein, die dem Pfarrer
die Arbeit mit den Kitas vom Hals nimmt.

 

Und alle sind zufrieden!

Oder nicht?

Da ist noch eine Kleinigkeit: Die Verbundleitung arbeitet ja nicht zum Null-Tarif, sie muss bezahlt werden. Andererseits
– so ist das bei Kirchens üblich – muss der ganze Akt ausgabenneutral bleiben. Mit anderen Worten: Der Kuchen muss neu verteilt werden.

Oder: Um dem Einen etwas zu geben, muss ich dem Andern etwas wegnehmen.

Völlig klar: Der Pfarrer hat jetzt weniger Arbeit, dafür gibt er von seinem Gehalt ab.

Oder nicht?

Nicht im Bistum Münster!

Hier sollen das die LeiterInnen der Kitas finanzieren, die dann im Unterschied zur Verbundleitung „Einrichtungsleitung“
heißen. Sie geben – angeblich – Verantwortung ab. Und damit sie sich noch mehr um die lieben Kleinen kümmern können, bekommen sie auch weniger Freistellung. Weniger Geld sowieso. Erheblich weniger.

Man reibt sich die Augen und fragt sich:

Wer sollte eigentlich entlastet werden, die Kita-LeiterInnen?

Nein, die Pfarrer?

Und wer finanziert das, auch die Pfarrer?

Nein, die Kita-Leiterinnen!

Alles klar?

Fortsetzung folgt. - Und bis dahin finden Sie weitere Informationen hier.